Spielanleitung · Regeln

Algerische Patience spielen

Vollständige Anleitung zur Zwei-Deck-Patience mit 104 Karten: Ziel, Auslage, acht Fundamente aufwärts vom Ass und abwärts vom König, farbreines Umlegen, Steuerung auf muta.pro und Taktik. Gelesen — und gleich an den Tisch.

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Kurz gefasst

Ziel
104 Karten auf den Fundamenten sammeln
Spieler
1
Partie
10–20 Min.
Schwierigkeit
Mittel
Zufall
Nur das Geben

Ziel des Spiels

Die Algerische ist eine Patience mit zwei Decks: 104 Karten. Vor dir liegen acht Fundamente: vier werden farbrein aufwärts vom Ass bis zum König gebaut, weitere vier abwärts vom König bis zum Ass in derselben Farbe. Die Partie geht auf, wenn alle 104 Karten auf den Fundamenten liegen. Es gibt keinen Gegner — du spielst gegen die Auslage, und die Reihenfolge der Züge entscheidet alles.

A23·KQJ

Acht Basen: vier steigen vom Ass auf (A→2→3…), vier vom König ab (K→Q→J…) nach Farbe.

Vorbereitung

Der Tisch teilt sich in drei Zonen. Oben — die acht Fundamente (zwei je Farbe: eines „↑A“, eines „↓K“). Darunter — das Reserve aus acht einzelnen Zellen. Unten — die acht Spalten der Auslage, alle Karten offen. Beim Geben werden je 4 Karten in jede Spalte gelegt (32) und die 8 Reservezellen gefüllt — insgesamt liegen 40 Karten offen, die restlichen 64 wandern in den Talon verdeckt.

Ablauf der Partie

Fundamente: zwei Richtungen

Vier Stapel werden farbrein aufwärts gebaut, beginnend mit dem Ass: A, 2, 3 … bis zum König. Weitere vier abwärts vom König: K, Q, J … bis zum Ass. Die Farbe eines Fundaments darf niemals wechseln.

Umlegen zwischen Spalten

Die oberste Karte einer Spalte lässt sich auf die oberste Karte einer anderen Spalte legen, wenn sie dieselbe Farbe haben und sich um eins unterscheiden (um ±1), aufwärts oder abwärts. So befreist du die Werte, die du brauchst.

Leere Spalte

Eine frei gewordene Spalte nimmt jede einzelne Karte auf. Das ist ein wertvolles Manöver: Nutze es, um eine Karte für eine Weile aus dem Weg zu räumen.

Der Vorrat als Parkplatz

Jede verfügbare Karte kann in eine freie Zelle des Reserves geschickt werden. Es gibt nur acht Zellen, und eine dort geparkte Karte kehrt erst dann ins Spiel zurück, wenn du einen Platz für sie findest.

Geben aus dem Talon

Die Schaltfläche „Geben“ teilt je eine Karte aus dem Talon auf jede der acht Spalten aus. Greife darauf zurück, wenn auf dem Tisch keine Züge mehr übrig sind.

Zurücknehmen vom Fundament

Bei Bedarf lässt sich die oberste Karte eines Fundaments zurück in eine Spalte oder das Reserve nehmen — doch das kostet Punkte, also tu es nicht ohne Not.

Punkte und Sieg

Für jede auf ein Fundament geschickte Karte gibt es +10 Punkte; ein Umzug vom Reserve in eine Spalte bringt +3. Eine Karte vom Fundament zurück ins Spiel zu nehmen kostet −12. Die Partie ist gewonnen, wenn auf den Fundamenten alle 104 Karten versammelt sind — für einen schnellen Abschluss gibt es einen Bonus (umso größer, je weniger Zeit du brauchst). Die Schaltfläche „Auto-Sammeln“ schickt von selbst alle Karten auf die Fundamente, für die dort bereits ein Platz ist.

Steuerung auf muta.pro

🖱️
Karte auswählen
Klicke die oberste Karte einer Spalte, des Reserves oder eines Fundaments an — sie hebt sich, und die zulässigen Ziele leuchten auf.
Zug
Klicke das hervorgehobene Ziel an — ein Fundament, eine andere Spalte oder eine leere Reservezelle. Ein erneuter Klick auf die Karte hebt die Auswahl auf (oder die Esc-Taste).
🂠
Geben und Auto-Sammeln
„Geben“ verteilt Karten aus dem Talon auf die Spalten, „⚡ Auto-Sammeln“ sammelt automatisch alles Mögliche auf die Fundamente.
🔄
Neu und Statistik
„Neu“ startet eine frische Auslage. Rechts — Punktzahl, Zeit, Züge, Talonrest und das Spielprotokoll.

Tipps für Anfänger

Schone das Reserve

Acht Zellen sind schnell verbraucht. Parke eine Karte nur, wenn du siehst, wie du sie zurückholst.

Denke an beide Enden

Jede Farbe braucht sowohl das Ass (aufwärts) als auch den König (abwärts). Befreie beide Randkarten, nicht nur eine.

Übereile das Geben nicht

Presse zuerst alle Züge auf dem Tisch aus. Ein neues Geben deckt die Spalten zu und kann bequeme Karten einsperren.

Eine leere Spalte ist Gold

Eine freie Spalte nimmt jede Karte auf. Halte sie als Tauschfläche für Umlagerungen bereit.

Strategie: ein Plan für die ganze Partie

Die Algerische gewinnt man nicht durch einen einzelnen glücklichen Zug, sondern durch die Reihenfolge, in der man die Karten aufdeckt. Behalte beide Ziele jeder Farbe im Kopf — das Ass für den Stapel „↑A“ und den König für den Stapel „↓K“ — und baue die Spalten so, dass es zum benötigten Wert stets einen Zugang gibt. Das Reserve und eine leere Spalte sind deine einzige „Tasche“; gib sie nur für einen Zug aus, der mehrere andere öffnet.

Zähle zuerst die Fundamente

Bevor du Karten zwischen Spalten bewegst, suche mit dem Blick alle Karten, die jetzt schon auf die acht Fundamente gehen. Nimm sie zuerst ab — das befreit Spalten und kostet nichts.

Baue Ketten einer Farbe

Eine Folge wie 9♠ 8♠ 7♠ an der Spitze einer Spalte ist ein fertiger „Zug“: Er zieht komplett um und legt frei, was darunter liegt. Baue solche Leitern im Voraus.

Halte das Gleichgewicht der zwei Richtungen

Treibe nicht einen Stapel „↑A“ bis zum König und vergiss dabei „↓K“. Sind alle niedrigen Karten der Farbe schon oben und hat der König keinen Platz, wird die Partie stecken bleiben.

Das Reserve als letztes Mittel

Jede besetzte Reservezelle ist ein Zug weniger und das Risiko, eine Karte einzusperren. Parke nur, wenn du sicher siehst, wohin du die Karte zurückbringst.

Taktik des Umlegens

Auf dem Tisch entstehen ständig Weggabelungen: Dieselbe Karte lässt sich oft auf ein Fundament, in eine Spalte und ins Reserve legen. Die richtige Wahl ist die, die die meisten neuen Karten in einem Zug aufdeckt und keinen benötigten Wert darunter blockiert.

987+6

Die fertige Kette 9♠-8♠-7♠ nimmt die 6♠ auf und befreit mit einem einzigen Umzug die ganze Spalte darunter.

Ein Zug, der zwei öffnet

Wähle von zwei gleichwertigen Zügen den, nach dem sofort neue Karten in beiden betroffenen Spalten verfügbar sind.

Begrabe die Randkarten nicht

Ass und König sind Eingang und Ausgang der Farbe. Decke sie nie mit einer langen fremden Leiter zu, ohne einen Plan, wie du sie wieder abnimmst.

Eine leere Spalte für eine Leiter

Nachdem du eine Spalte befreit hast, stopfe nicht die erstbeste Karte hinein. Lege lieber eine fertige Folge darauf und decke gleich ein ganzes Bündel auf.

Varianten und Modi

Die Algerische stammt aus der Familie der „Zwei-Deck-Patiencen mit Zug um ±1“. Auf muta.pro ist die klassische Variante mit Reserve und Talon umgesetzt, doch die Patience hat eine erkennbare Verwandtschaft, und die Unterschiede zu verstehen macht dich an jedem Tisch stärker.

Klassisch (unsere)

Acht Fundamente in zwei Richtungen, acht Spalten, acht Reservezellen und ein Talon, aus dem „Geben“ je eine Karte pro Spalte austeilt. Zurücknehmen vom Fundament ist erlaubt, aber mit Strafe.

Streng, ohne Reserve

Eine härtere Fassung entfernt die „Park“-Zellen. Jeder Zug muss entweder auf ein Fundament oder in eine Spalte gehen — die Lösbarkeit sinkt drastisch, weitreichendes Rechnen ist gefragt.

Mit begrenztem Geben

Die Zahl der Gaben aus dem Talon ist gedeckelt. Jedes „Geben“ muss wie eine Ressource gehütet und der Tisch vor dem Drücken trocken ausgepresst werden.

Verwandte Patiencen derselben Familie sind „FreeCell“ (alle Karten offen, vier Zellen) und „Teppich“: Wenn du die Algerische beherrschst, fallen sie dir merklich leichter.

Häufige Fehler

Die meisten verlorenen Partien scheitern nicht an einer schlechten Auslage, sondern an drei, vier typischen Patzern. Beseitige sie — und deine Siegquote steigt merklich.

  1. Das ganze Reserve gleich zu Beginn vollstopfen. Acht Zellen wirken wie viel Raum, doch füllst du sie planlos, verlierst du die Beweglichkeit genau dann, wenn sie am nötigsten ist.
  2. Ein Fundament losgelöst vom Partner hochziehen. Treibst du „↑A“ bis zur Dame und vergisst „↓K“, lässt du den König der Farbe ohne Platz und sperrst Spalten.
  3. Geben bei lebendigen Zügen. Ein neues Geben deckt die Spitzen der Spalten zu und kann eine bequeme Karte begraben. Nutze zuerst alles auf dem Tisch.
  4. Ohne Not vom Fundament nehmen. Das Zurücknehmen kostet Punkte und treibt die Partie fast immer im Kreis. Tu es nur für eine offensichtliche Rettung.
  5. Eine leere Spalte mit Kleinkram besetzen. Eine freie Spalte ist die wertvollste Ressource. Eine einzelne Karte „einfach so“ hineinzulegen heißt, eine Tauschfläche für Ketten zu verlieren.

Häufige Fragen

Wie werden die Karten in den Spalten gebaut?
Streng farbrein und um ±1: Auf eine 7♥ lässt sich zum Beispiel eine 6♥ oder 8♥ legen. Verschiedene Farben und Sprünge um mehr als eins sind unzulässig.
Kann man eine Karte vom Fundament zurücknehmen?
Ja, die oberste Karte eines Fundaments darf in eine Spalte oder das Reserve zurückgeführt werden, doch dafür werden 12 Punkte abgezogen — nutze das nur, um die Partie zu retten.
Was tun, wenn es keine Züge gibt?
Drücke „Geben“ — aus dem Talon wird je eine Karte auf jede Spalte ausgeteilt. Ist der Talon erschöpft, wird die Schaltfläche inaktiv.
Ist das ein Glücksspiel?
Zufällig ist nur das Geben. Danach entscheidet alles die Reihenfolge der Züge: Die Algerische gilt als eine der anspruchsvollsten Patiencen für Geduld und Berechnung.
Womit beginnt man die Analyse einer neuen Auslage?
Nimm zuerst alle Karten ab, die bereits auf die Fundamente gehen — das ist kostenlos und befreit Spalten. Erst danach suchst du nach Umlagerungen zwischen den Spalten und entscheidest, was ins Reserve zu parken ist.
Woran erkennt man, dass die Partie in einer Sackgasse steckt?
Eine Sackgasse tritt ein, wenn es auf dem Tisch keinen einzigen Zug gibt, das Reserve besetzt, der Talon leer und „Geben“ inaktiv ist. Solange auch nur ein Geben oder eine freie Zelle bleibt, besteht noch eine Chance.
Was ist wichtiger freizubekommen — das Reserve oder eine Spalte?
Eine leere Spalte ist wertvoller: Sie nimmt jede Karte auf und fasst eine ganze Kette, während eine Reservezelle nur eine hält. Strebe danach, Spalten freizubekommen, und schone das Reserve für einmalige Manöver.
Sollte man immer „Auto-Sammeln“ drücken?
Meist ja — es schickt kostenlos alles auf die Fundamente, wofür dort schon ein Platz ist. Doch manchmal ist es günstiger, eine Karte eine Weile in der Spalte als Stufe für eine Kette zurückzuhalten, sammle in heiklen Stellungen also von Hand.
Wie oft geht die Algerische überhaupt auf?
Sie ist eine der schwersten Zwei-Deck-Patiencen: Selbst bei präzisem Spiel geht bei Weitem nicht jede Auslage auf. Verlieren ist hier also die Norm, kein Fehler, und es zählt die Siegquote auf lange Sicht.
Kann man mehrere Karten auf einmal als Kette verschieben?
Formal wird der Zug mit jeweils einer obersten Karte gemacht, doch eine aufgebaute Leiter einer Farbe um ±1 zieht faktisch als Ganzes um, wenn es für sie einen korrekten Landeplatz gibt. Bereite solche Folgen im Voraus vor.
Bereit für eine Auslage?
Erstelle einen Raum oder starte eine Partie direkt im Browser — ohne Installation.

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